THEMENREIHE „WIE UNS POSITIVE PSYCHOLOGIE IN DER PANDEMIE HILFT“ 2 – Bewältigungsstrategien & Positive Emotionen

WARUM MOMENTE DER ZUFRIEDENHEIT GERADE SO WICHTIG SIND

Positive Emotionen und Bewältigungsstrategien in der Pandemie

Wenn wir eins im letzten Jahr gelernt haben, dann sind es Wege, mit dieser herausfordernden Zeit umzugehen. Manchmal gelingt uns das gut und manchmal ist es schwieriger. Eine amerikanische Studie, von der wir schon hier berichtet haben, hat gezeigt, dass in der Pandemie Bewältigungsstrategien und Positive Emotionen eine besondere Bedeutung bekommen haben.

Vielleicht hast du schon von Interventionen aus der Positiven Psychologie gehört. WissenschaftlerInnen haben herausgefunden, dass nur 10% des individuellen Wohlbefindens von den äußeren Umständen abhängig sind. 50% unterliegen den individuellen Genen, doch 40% des eigenen Wohlbefindens können proaktiv durch bewusste Handlungen beeinflusst werden. Im Rahmen der Pandemie wurde ProbandInnen eine Reihe an multidimensionalen Interventionen zur Verfügung gestellt, die sich bereits im Voraus bei Menschen mit einer HIV Diagnose, Brustkrebs oder der Pflege eines demenzkranken Angehörigen bewährt hatten. Diese Interventionen haben sich vor allem auf Dankbarkeit, Perspektivwechsel, persönliche Stärken, Achtsamkeit und Selbstmitgefühl fokussiert. Die ProbandInnen in der Studie berichteten nach acht Wochen von weniger depressiven und ängstlichen Zuständen und mehr positiven Emotionen.


Proagieren statt reagieren

Es gibt also Möglichkeiten, wie wir proaktiv auf diese herausfordernde Zeit reagieren können. Insbesondere jetzt, nach gut einem Jahr, in dem wir mit der Pandemie leben, ist es besonders wertvoll, sich auf positive Momente im Alltag zu konzentrieren. In unserem letzten Artikel hatten wir beispielsweise von einer Übung für mehr Dankbarkeit berichtet. Eine weitere Möglichkeit ist es, proaktiv für mehr positive Emotionen zu sorgen. Denn mit unseren positiven Emotionen ist es wie mit Dankbarkeit: umso mehr wir unseren Fokus auf positive Dinge richten, umso mehr schaffen wir davon.

Die Aufwärtsspirale der Positiven Emotionen

Eine bekannte Forscherin der Positiven Psychologie, Sonja Lyubomirsky, hat mit der sogenannten “Broaden and Built”-Theory herausgefunden, dass wir durch positive Emotionen neue positive Emotionen kreieren. Wenn es uns gut geht, sind wir resilienter, einfallsreicher und fühlen uns in unseren sozialen Beziehungen verbundener. Dies führt dazu, dass wir besser mit herausfordernden Zeiten umgehen können. In der Pandemie helfen uns positive Gefühle, optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Ein klares Nein zu toxischer Positivität

Gleichzeitig ist es wichtig anzuerkennen, dass positive und negative Gefühle koexistieren können. Es geht nicht darum, herausfordernde Gefühle zu verdrängen, sondern sie zu akzeptieren und anzuerkennen. Mit Selbstmitgefühl gelingt uns dies leichter. 

Wenn wir es schaffen, das ganze Spektrum unserer Emotionen wahrzunehmen und zu akzeptieren, fällt es uns leichter, uns mit anderen zu verbinden und konstruktiv im Hinblick auf die Krise einzusetzen. Ein achtsamer Umgang mit unseren Emotionen ist zentral für unsere mentale und physische Gesundheit und für unser gesamtgesellschaftliches Wohlbefinden.
In unserem achtwöchigen Online-Kurs“Erkunde was zählt!” teilen wir Schlüssel für mehr positive Emotionen mit dir. Gern kannst du dich auch in unserem Online Happy Café oder in der Glückshotline zu Bewältigungsstrategien in der Pandemie austauschen. Und wenn du Lust hast, dann lade dir doch unseren März-Kalender herunter: dort teilen wir Impulse für mehr Achtsamkeit mit dir.

Schön, dass du hier bist und alles Liebe für dich!

Kira und dein Action for Happiness Team


Übersicht Themenreihe „Wie uns Positive Psychologie in der Pandemie hilft“

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