Mental stark in Krisenzeiten

Wir befinden uns mittlerweile im neunten Monat der Pandemie. Obwohl diese Zeit sehr herausfordernd ist, finden wir immer mehr Ressourcen, um mit dieser besonderen Zeit umzugehen. Denn eins ist klar: besonders jetzt, in der dunklen Jahreszeit, ist es immens wichtig, etwas in uns zu finden, dass uns zur Ruhe bringt.

Den Körper aus dem Krisenmodus holen

Wenn wir uns kontinuierlich mit Krisenthemen beschäftigen, wirkt sich das auf unsere mentale Gesundheit aus. Unsere Körper sind nicht dafür ausgelegt, rund um die Uhr im Krisenmodus zu sein. Evolutionär bedingt schaltet unser Körper in einer Stresssituation in den Alarmmodus und fährt alle nicht notwendigen Aktivitäten herunter. Wenn wir von einem Säbelzahntiger gejagt würden, wäre das die einzige Überlebensmöglichkeit. Gleichzeitig würde sich unser Körper wieder entspannen, sobald wir dem Säbelzahntiger entkommen sind. Er würde nach einer Phase der Anspannung wieder in die Entspannung übergehen. 

In unserer heutigen Zeit sieht dies in der Realität oft anders aus. Stress ist keine Phase mehr, sondern tendiert zum Dauerzustand. Und diese Art von Stress, von der sich der Körper nicht ausreichend erholt, schadet uns auf mentaler und körperlicher Ebene. Unsere Ressourcen schwinden, um klare Entscheidungen zu treffen, neue Lösungen zu finden und uns gut zu fühlen.

Meditation hilft

Wenn es einen Ratschlag gäbe, den ich weitergeben dürfte, dann wäre dieser: Meditation. Meditation wirkt sich positiv auf Angstgefühle und Schmerzen aus und lindert depressive Symptome. Darüber hinaus fördert es niedrigeren Blutdruck und die Schlafqualität. All diese Faktoren tragen zur Erholung bei.  

Wege, Meditation in den Alltag zu integrieren, können zum Beispiel sein: 

  • Eine 10- bis 20-minütige stille oder geführte Meditation nach dem Aufwachen 
  • Nutzung einer sogenannten “Achtsamkeitsglocke”, die in regelmäßigen Abständen klingelt (beispielsweise über eine App) 
  • Eine kurze Gehmeditation in der Mittagspause 
  • Essmeditation 

Studien haben gezeigt, dass sogar kurze Momente der Achtsamkeit das Erleben von Stress erheblich senken können. In der Meditation entwickeln wir Selbstmitgefühl und es fällt uns leichter, positive Gedanken zu sähen. 

Nutzt ihr Achtsamkeitstechniken? Wenn ja, welche? 
Habt ihr in der Pandemie damit begonnen oder schon vorher?

Kira Schlegel von Action for Happiness Deutschland

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