Politische Ausrichtung am Glück

Was würde sich in der Welt ändern, wenn in den Nachrichten nicht die Prognose des Bruttonationalprodukts Hauptthema wären, sondern die Veränderung eines „Deutschen Glücks Index“? Was wäre, wenn sich die Politik nicht nur bei den Wirtschaftsweisen, sondern genauso prominent bei einem „Institut für generationsübergreifendes Wohlbefinden“ Rat holen würde? Was wäre, wenn Glück die Aufmerksamkeit bekommen würde, die es verdiente (denn letztlich soll das ganze wirtschaftliche und politische System doch dem Lebensglück dienen)?

Ich habe die Hoffnung, dass eine solche Veränderung nicht nur eine Zahl durch eine andere ersetzen würde, sondern zu einer Veränderung im Denken und Handeln führen würde. Hin zu einem Denken, dass Wohlbefinden und Mitmenschlichkeit wieder einen hohen Stellenwert gibt. Hin zu einem Handeln, dass dies in die Welt bringt.

Dies ist keine Ferne Utopie. Wirtschaftswissenschaftler*innen, Politiker*innen, Bürger*innen auf der ganzen Welt merken, dass die aktuelle Ausrichtung auf den wirtschaftlichen Mehrwert zwar viele Gesellschaften in vielen Bereichen reicher macht, aber nicht glücklicher, und dabei die natürlichen und sozialen Grundlagen unserer Zivilisation erodiert werden.

Die Vereinten Nationen haben eine Resolution verabschiedet, die alle Mitgliedsstaaten auffordert, das Glück der Menschen zu fördern, und 2012 fand die erste UN-Konferenz zu Glück und Wohlbefinden statt. Manche Länder, wie z.B. Großbritannien und Neuseeland, fangen an, das nationale Wohlbefinden zu messen. Bekannt geworden ist das kleine Land Bhutan, bei dem das „Bruttonationalglück“ in viele Staatsfunktionen verankert ist.

Auch in Deutschland gab es eine Forschungskommission des Bundestages zum Thema „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität„, welche Indikatoren untersucht hat, die Wirtschaftswachstum und Lebensqualität unter einen Hut bringen sollten. Immer noch dem Wirtschaftswachstum verhaftet, aber immerhin ein Schritt in die richtige Richtung.

Aber danach ist in Deutschland nicht viel passiert. Die Indikatoren der Bundesregierung „Gut Leben in Deutschland“ wurden seit Jahren nicht aktualisiert oder besonders beachtet.

Das wollen wir mit Deiner Hilfe ändern.

Mit Kontakten zu Politiker*innen, Petitionen, Öffentlichkeitsarbeit, Wahlfragebögen vor der Bundestagswahl und allem, was uns sonst noch dazu einfällt. Interesse am Mitmachen oder Mitdenken? Schreib uns an gluecksindex@actionforhappiness.de, über unsere Kontaktseite oder tritt der „Glücksindex“ Gruppe in unserer Online Community bei.

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