Eine weltweite Pandemie ist wahrscheinlich für uns alle eine außergewöhnliche Situation, die sicherlich auch im Kurs ihren Platz haben kann. Damit wir uns auf den Kurs und seine positive Wirkung ausrichten können, möchten wir zusätzlich zu den allgemeinen Grundregeln des Kurses, die in der ersten Woche thematisiert werden, euch um folgende Aspekte bitten:
- Es ist leicht, angesichts von großen Schwierigkeiten, die die aktuelle Situation für manchen darstellt, sich mehr und mehr darauf zu versteifen, wie unangenehm bestimmte Aspekte der aktuellen Situation sind. Für den Kurs bitten wir euch, den Fokus darauf zu richten, zu akzeptieren, wie die Situation aktuell ist, und welche Möglichkeiten des Umgangs es damit geben kann.
- Corona und die Ausgestaltung der Maßnahmen sind ein kontroverses Thema. Auf der einen Seite, ist es eine Sache der Vernunft, andere nicht zu gefährden. Auf der anderen Seite hat jede Einschränkung privater und wirtschaftlicher Freiheit Nebenwirkungen, die eine Legitimation erfordern. Wir bitten euch, Statements zu der Bewertung der Pandemie oder der Maßnahmen in jede Richtung möglichst aus den Kursabenden herauszuhalten.
Auch wenn unsere aktuelle Lebensweise vielleicht eine andere ist als vor der Pandemie, gab es bei den Inhalten der Kurse relativ wenig Veränderungsnotwendigkeiten. Im Folgenden gibt es ein paar kleine Ergänzungen für die jeweiligen Wochen.
Woche 1: Was ist wirklich wichtig im Leben?
Welchen Rat würde dir dein zukünftiges Selbst geben, worauf es wirklich ankommt? (Seite 12)
Wie möchte dein zukünftiges Selbst die Coronazeit in Erinnerung behalten? Was möchtest Du aus dieser herausfordernden Zeit gelernt haben?
Woche 3: Können wir innere Ruhe finden?
1. Unser „Innenleben“ ist wirklich wichtig, aber gefährdet. (Seite 34)
Wie sieht diese Gefährdung in der Coronazeit aus? Ergebnisse einer Studie schon aus den Anfängen der Pandemie zeigt z.B., dass das Gefühl von Einsamkeit stark gestiegen ist („Auswirkungen von Corona auf die psychische Gesundheit & Handlungshilfen“, https://www.econstor.eu/bitstream/10419/222647/1/
1700330829.pdf). Eine neuere Studie zeigt die vielfältigen psychischen Auswirkungen der Pandemie als „multidimensionaler Stressfaktor“ („Die COVID-19-Pandemie als Herausforderung für die psychische Gesundheit” https://econtent.hogrefe.com/doi/full/10.1026/1616-3443/a000574).
2. Achtsamkeit kann uns helfen, inneren Frieden zu finden.
Hier gibt es durch Corona auch in Unternehmen vermehrt Ansätze, Achtsamkeitspraxis zu schulen (Rainer Spiess, “Gut durch die Krise kommen”, Bankmag. 2020; 69(7): 48–51., https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/
articles/PMC7391022)
Woche 5: Was macht gute Beziehungen aus?
Zum Thema Beziehungen gehört für viele derzeit das Thema Beziehungslosigkeit, Einsamkeit. Falls dich das betrifft, könnte eine Schwierigkeit sein, dass viele gewohnte Arten für sozialen Kontakt gerade nicht möglich sind und einiges an Kreativität und Offenheit gefragt ist. Was kannst du persönlich tun, wenn Einsamkeitsgefühle kommen? Wir haben eine große Liste von Anregungen zusammengestellt, die dir vielleicht Inspiration sein könnte: https://www.actionforhappiness.de/aktionsideen-waehrend-der-kontaktbeschraenkungen/
Woche 6: Können wir bei der Arbeit glücklicher sein?
Für viele Menschen hat sich ihr Arbeitsort verändert, Home Office oder mobiles Arbeiten hat sich quasi über Nacht ausgebreitet. Dies hat viele Vorteile, aber auch Herausforderungen. Auf unserer Seite haben wir auch Anregungen für das Home Office. https://www.actionforhappiness.de/aktionsideen-waehrend-der-kontaktbeschraenkungen/
Woche 7: Können wir eine glücklichere Gesellschaft aufbauen?
Seite 80: Können wir eine glücklichere Gesellschaft aufbauen? … aber wir stehen vor einer Epidemie der Einsamkeit, in der sich viele Menschen isoliert und einsam fühlen.
Durch Corona hat es noch viel mehr Menschen in die Isolation und Einsamkeit verschlagen.
Insofern könnte die Fragestellung für die Übung sein: “Was stiftet auch während Corona soziale Verbundenheit bei den Menschen in Deiner Umgebung?”